Die Forschungscampi

Das Bild zeigt eine Deutschlandkarte. Die Standorte der Forschungscampi sind durch das Logo des jeweiligen Forschungscampus kenntlich gemacht.
Quelle: BMBF / Projektträger Jülich

Die Forschungscampuslandkarte

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deutschlandweit neun Forschungscampi aus unterschiedlichen Disziplinen.

„Unter einem Dach“ betreiben die Partner der Forschungscampi trans- und interdisziplinäre Forschung in der gesamten Spanne von der Grundlagenforschung bis an die Schwelle der wettbewerblichen Entwicklung. Alle Forschungscampi verfolgen das Ziel, umfassende und nachhaltige Lösungen für komplexe Forschungsfragen zu entwickeln und dabei auch Themen wie gesellschaftliche Akzeptanz oder die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses einzubeziehen.

Bereits über 200 Akteure arbeiten in den Forschungscampi zusammen. Rund ein Viertel kommt aus der Wissenschaft und rund drei Viertel aus der Wirtschaft, davon sind über die Hälfte kleine und mittlere Unternehmen.

 

Die räumliche Nähe in einem Forschungscampus hilft, einen gemeinsamen Forschungs- und Transferansatz zu entwickeln und die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Partner auszubalancieren.

Die Juryvorsitzenden Prof. Dr. Henning Kagermann und
Prof. Dr. Ernst Theodor Rietschel

Im Sinne der Förderinitiative zeichnet sich ein Forschungscampus durch die Kombination von drei Merkmalen aus:

  • Ein Forschungscampus bündelt Kompetenzen bzw. Forschungsaktivtäten von wirtschaftlicher und öffentlicher Forschung an einem Ort, möglichst auf dem Campus einer Hochschule oder Forschungseinrichtung (Proximität, "industry on campus", „unter einem Dach“).
  • Ein Forschungscampus nimmt neue Themen im gemeinsamen Interesse von Wissenschaft und Wirtschaft mit einer mittel- bis langfristigen Perspektive auf und bearbeitet sie gemäß ihrem spezifischen Forschungsprofil bzw. auf Basis eines ausgewiesenen Forschungsprogramms.
  • Ein Forschungscampus wird durch eine verbindliche öffentlich-private Partnerschaft getragen, die durch Vereinbarungen zur Zusammenarbeit und zum Umgang mit geistigem Eigentum sowie durch maßgebliche Eigenbeiträge der beteiligten Partner unterlegt wird. Diese Eigenbeiträge sind von der BMBF-Projektförderung unabhängig. 

Zudem verfolgen die Forschungscampi komplementäre Ziele wie Aus- und Weiterbildung und adressieren Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz. Weiterhin sehen die Strategien der Forschungscampi den Auf- und Ausbau nationaler und internationaler Vernetzung vor.

Das Bild zeigt Herrn Staatssekretär Schütte am Rednerpult bei der Eröffnung der Forschungscampus-Tagung in Berlin.

Staatssekretär Schütte eröffnet die Forschungscampus-Fachtagung (Quelle: Wolfgang Borrs)

„Wissenschaft und Wirtschaft nachhaltig vernetzen“

Staatssekretär Schütte eröffnet die Forschungscampus-Fachtagung

"Mit der Etablierung dieser öffentlich-privaten Partnerschaften „auf Augenhöhe“ haben die Forschungscampi eine Vorreiterrolle übernommen. Damit wurde der Grundstein für einen neuen Typ von strategisch angelegten Forschungsstrukturen gelegt. Ihre Ideen können als Impuls für zukünftige strategische Kooperationen dienen."

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