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28.11.2018 | Forschungscampus, MODAL

Forschungscampus MODAL beim 3. deutsch-japanischen Workshop: Realdatenanalyse und Hochleistungsoptimierung für Innovationen nutzen

Deutsch-japanischer Wissens- und Erfahrungsaustausch
Deutsch-japanischer Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der mathematischen Forschung (Quelle: Prof. Dr. Thorsten Koch/Forschungscampus MODAL)

Um Innovationen voranzutreiben, werden komplexe Daten auf Hochleistungsrechnern mit intelligent programmierten Algorithmen analysiert. Die Herausforderungen von Hochleistungsoptimierung und Realdatenanalyse standen im Mittelpunkt des dritten Workshops, zu dem die japanischen Gastgeber vom 26. September bis zum 1. Oktober 2018 Mitarbeitende des Forschungscampus MODAL und des Zuse-Instituts Berlin nach Tokio einluden.

Die zentrale Fragestellung des dritten deutsch-japanischen Workshops war die Identifikation von Themen und Technologien, die als Treiber für Innovationen dienen. So kann „High-Performance Computing“ (Hochleistungsrechnen) in Verbindung mit modernsten Algorithmen neue Lösungen bieten - beispielsweise zu maschinellem Lernen oder bei Verfahren zur Entscheidungsunterstützung. Insbesondere in den Feldern „Künstliche Intelligenz“ und „Diskrete Optimierung“ diskutierten die Beteiligten hochinteressante Fragestellungen, etwa in der Verbindung tiefer neuronaler Netzwerke und gemischt-ganzzahliger (nicht) linearer Optimierung. Letzteres ist ein Optimierungsmodell aus der angewandten Mathematik, das praktische Probleme lösen kann, an denen alle anderen Methoden scheitern. Anwendungsgebiete liegen beispielsweise in der Produktion oder Planung von Telekommunikations-, Nahverkehrs- oder Versorgungsnetzen.

Bereits zum dritten Mal trafen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungscampus MODAL und des Zuse-Instituts Berlin mit ihren japanischen Kolleginnen und Kollegen vom Tokioter „Institute of Statistical Mathematics“ (ISM) sowie vom „Institute of Mathematics for Industry“ (IMI) der Kyushu Universität/Fukuoka zum Wissens- und Erfahrungsaustausch im Rahmen des ISI-ISM-ZIB-MODAL-Workshops. Eröffnet wurde das Treffen durch Ingo Höllein, dem Referenten in der Abteilung „Wissenschaft und Technologie“ der Deutschen Botschaft in Tokio. Neben den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Wirtschaftsunternehmen an der Veranstaltung teil. Zusätzlich zu den Vorträgen fand ein Kurs zur Verwendung des Softwarepaketes SCIP statt, das im SynLab des Forschungscampus MODAL entwickelt wird und eine Vielzahl von Nutzenden weltweit hat. Auf der Podiumsdiskussion zum Thema „Daten“ wurden wiederum die aktuellen Herausforderungen besprochen: Beispielsweise führen immer größere Datenvolumina dazu, dass ein Umzug von Daten durch Kopieren kaum mehr möglich ist, weshalb es wieder Bestrebungen zu dezentralen Speicherlösungen gebe. Auch das aufwändige Bereinigen von Datensätzen, das einen zügigen Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu nutzbaren Innovationen erschwere sowie der zum Teil unzureichend gekennzeichnete Bezug zu Daten wurden diskutiert.

Zum Abschluss der Japan-Reise besuchten die Gäste aus Deutschland den Supercomputer am „Information Technology Center“ der Universität Tokio sowie die „AI Bridging Cloud Infrastructure“ (ABCI). Diese öffentliche Computerinfrastruktur dient der Erforschung „Künstlicher Intelligenz“ und gilt als leistungsfähigster Supercomputer in Japan sowie fünftschnellster weltweit.

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