Die Förderinitiative

Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen

Im August 2011 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ gestartet. Im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung werden mit dieser Initiative groß angelegte und langfristige Ansätze der standortgebundenen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt.

Das Bild zeigt Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Steffen Kugler

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka über die Förderinitiative "Forschungscampus - öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen"

"Mit der Förderinitiative „Forschungscampus“ erproben wir an neun Standorten in Deutschland einen neuen Typ von Forschungskooperation. Die Forschungscampi haben bereits eine beachtenswerte Innovationskraft entfaltet. Ich freue mich auf ihre weitere Entwicklung."

Mit der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ sollen neue Forschungsfelder von starker Komplexität, einem hohen Forschungsrisiko und besonderen Potenzialen für Sprunginnovationen mit dem Forschungscampus wirtschaftlich nutzbringend erschlossen werden. Damit können für Deutschland neue Technologie- und Know-how-Führerschaften möglich gemacht werden, denn die Forschungsfelder zu den Technologien und Dienstleistungen „von übermorgen“ zeichnen sich häufig durch einen neuen Zuschnitt, starke Inter- und Transdisziplinarität sowie eine frühe Bedarfsorientierung aus.

Die von einer unabhängigen Jury zur Förderung empfohlenen neun Forschungscampi können über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen mit bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr gefördert werden. Das Phasenmodell gibt jedem Forschungscampus die Möglichkeit seine Forschungsstrategie innerhalb einer bis zu fünfzehnjährigen Förderperspektive aktuellen Entwicklungen anzupassen. Nach jeder Phase erfolgt eine Evaluation durch die Jury.

Neben der durch das BMBF geleisteten Förderung beteiligen sich die Partner der Forschungscampi durch maßgebliche Eigenbeiträge an dem Betrieb des Forschungscampus. Hierbei handelt es sich nicht nur um finanzielle Beiträge, sondern z. B. auch um die Zurverfügungstellung von Infrastruktur und Personal.

Die Themen der FuE-Projekte werden durch das spezifische Forschungsprofil bzw. das Forschungsprogramm des Forschungscampus festgelegt, das durch die beteiligten Partner im Zuge seines Aufbaus definiert wurde („bottom up“-Ansatz). Je weiter sich die FuE-Aktivitäten in Richtung Entwicklung bewegen, umso stärker ist die Finanzierung außerhalb der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ vollständig durch die Partner zu tragen.

Zunehmend sind auch strategisch angelegte Kooperationen zu beobachten, bei denen eine längerfristige Zusammenarbeit privater und öffentlicher Partner institutionell verankert wird. […] Deutschland hat mit solchen Formen der Kooperation bisher wenig Erfahrung. […] Public Private Partnerships bieten große Chancen, weil diese Kooperationen häufig langfristig angelegt sind und komplementäre Stärken in Forschung und Entwicklung zusammengeführt werden. Expertenkommission Forschung und Innovation, Jahresgutachten 2009