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23.05.2022 | Forschungscampus, OHLF

Von der Großanlage bis ins kleinste Detail: Girls Day an der Open Hybrid LabFactory

Am Rasterelektrodenmikroskop konnten die jungen Mädchen Ihre Probe durch die 3D-Brille betrachten. Quelle: Open Hybrid LabFactory
Am Rasterelektrodenmikroskop konnten die jungen Mädchen Ihre Probe durch die 3D-Brille betrachten. Quelle: Open Hybrid LabFactory

Erstmals beteiligte sich der Forschungscampus Open Hybrid LabFactory (OHLF) am bundesweiten Mädchen-Zukunftstag Girls'Day. Am 28. April bekamen sechs Mädchen Einblicke in die Arbeit am Forschungscampus OHLF in Wolfsburg.

Unter dem Motto „Ein Tag am Forschungscampus OHLF: Von der Großanlage bis ins kleinste Detail.“ durchliefen die jungen Besucherinnen mehrere Stationen die im Technikum und in den Laboren vorbereitet wurden. Der Tag begann mit der Fertigung eines eigenen Namenschildes, welches aus Alu-Blechen an der Wasserstrahlanlage ausgeschnitten wurde. Hier erklärte Herr Knapek, Anlagentechniker, wie das Gemisch aus Wasser und Sand verschiedene Materialien problemlos zerschneidet. Am Forschungscampus OHLF wird diese Anlage zur Proben- oder Werkstoffvorbereitung genutzt.

Mit dem fertigen Namensschild ging es für die Mädchen weiter zur Probenbearbeitung. Dort durften die Mädchen ihre Bleche schleifen und sie individuell lackieren. Während die eigenen Namensschilder trockneten, führten die Mitarbeitenden des Forschungscampus OHLF mit den Mädchen an einem vorgefertigten, zweiten Namensschild, welches typische Einspannlaschen enthielt, den Zugproben-Versuch durch. Dabei wird das Material langsam in senkrechter Achse langgezogen, um zu messen, wie viel Belastung der Werkstoff verträgt. Schnell entstanden Wetten, welcher Name es wohl am längsten in der Prüfstelle aushält.

Nach viel technischer Arbeit folgte im Anschluss der Blick durch die Mikroskope. Dafür ging es in die an das Technikum angrenzenden Labore des Forschungscampus OHLF. Hier gab die Werkstoffprüferin, Frau Hamhe, den Mädchen die Gelegenheit kleinste Haarrisse und Kratzer auf den Oberflächen der Test-Namenschilder durch eine 400fache Vergrößerung zu erkennen. Weiter im Rasterelektronenmikroskop (REM) sahen die Mädchen Ihre Proben sogar in einer 3D-Darstellung auf dem Bildschirm.

Eine gemeinsame Pause im Konferenzraum gab Raum, sich über das Erlebte und Gelernte untereinander auszutauschen. Spielerisch und mit reichlich WOW-Effekt durften die Girls’Day-Teilnehmerinnen kleinere Experimente mit flüssigem Stickstoff durchführen. Zum Beispiel wurden Luftballons geschrumpft und Tulpen wie Glasblumen auf dem Laborfußboden in viele kleine, eingefrorene Splitter zerschmettert. Das eigene Ausprobieren sorgte hier für viel Spaß.

Am Ende erhielt jede Teilnehmerin eine Urkunde und eine Experimenten-Tüte mit nach Hause.